Jahresbericht 2019 der AG Wanderfische

Die Seeforellenfänge von Anglern und Berufsfischern sind in 2019 zwar leicht gestiegen ´(insgesamt ca. 3 t), diese Fänge belaufen sich aber nur auf 40 % vom Ertragsmittel der letzten 10 Jahre. Auch die letztjährigen Laichaufstiege mit rund 380 registrierten Laichtieren am KW Reichenau und 67 Tieren am Kraftwerk Hochwuhr an der Ill weisen auf einen Bestand hin, der nur bei ca. 40 % vom mittleren Laichaufstieg der letzten Jahre liegt.

In 2019 erfolgten Besatzmaßnahmen mit 1,7 Millionen jungen Seeforellen (überwiegend aus autochthonem Material, gewonnen von 140 Rognern).

Derzeit bearbeitet die AG drei Projekte:

1.) Für die Evaluation der Genetik der Nasen im Bodenseeeinzugsgebiet sollen noch bis Ende Oktober 2020 Proben gesammelt werden. Anschließend erfolgt die Auswertung der Daten.

2.) Die tiefer gehende Analyse der maßgeblichen Faktoren, die zum Rückgang des Seeforellenbestandes beitragen, ist im vollen Gange. Die Veränderungen der letzten Jahre in der Hydrologie (Abfluss) sowie der Wassertemperatur innerhalb der Laichgewässer wurden ausgewertet und analysiert und auch in Zusammenhang mit der Forellenkrankheit PKD betrachtet, zudem soll der Einfluss eventueller Veränderungen des Besatzes/der Besatzstrategien evaluiert werden. Der seit Sommeranfang vorliegende sehr umfangreiche Berichtsentwurf muss massiv gekürzt und überarbeitet werden. Es ist geplant, dass dieser spätestens bis Jahresende vorliegt.

3.) Der Grundlagenbericht zur Nase wird weitergeführt. Zusätzlich wurde entschieden, eine Broschüre zur Gewässergestaltung für die Nase als Handlungsleitfaden für die Wasserwirtschaftsverwaltungen auf Basis bereits verfügbarer Informationen in Auftrag zu geben.

In der Rückschau muss festgehalten werden, dass die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit zur Seeforelle mit der IGKB (Video und Broschüre) ein breites Echo in den Medien fand. So wurde unter anderem der Informationsfilm bisher über 5.000-mal aufgerufen.

 

Bericht AG Wanderfische 2019