Jahresbericht AG Wanderfische

Der Beifang an Seeforellen im Rahmen der Berufsfischerei ist das zweite Jahr in Folge auf tiefem Niveau geblieben (nur 2,5 t). Dieser Wert beläuft sich ziemlich genau auf die Hälfte des Mittelwertes der letzten 10 Jahre. Die Angelfischerei hatte mit einem Ergebnis von 0,6 Tonnen einen Rückgang von 43,4 % im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen.
Am Kraftwerk Reichenau gab es zu den Aufsteigerzahlen aufgrund des Austausches der Videoüberwachungsanlage nur für das letzte Quartal 2017 belastbare Daten; nach Experteneinschätzung sind keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zum Vorjahr (727 Ind.) erkennbar. Erstmals konnten auch die Aufsteigerzahlen am KW Hochwuhr an der Ill im Jahresbericht berücksichtigt werden. Dort wurden 126 Seeforellen beim Aufstieg registriert, das bedeutet eine Zunahme im Vergleich zum Vorjahr (90).
Das auf der IBKF 2017 präsentierte Bewirtschaftungskonzept für die Bodensee-Seeforelle stieß auf reges Interesse, die Auflage von 1.500 Exemplaren ist bereits fast vergriffen.
Im Berichtsjahr erfolgte die Datenauswertung und Erstellung des Berichtes über die fischbiologischen Untersuchungen von über 400 Seeforellen. Dieser Bericht liegt nun vor: siehe unter Publikationen.
Ein weiterer Schwerpunkt waren die Abstimmungen mit IGKB und KG WRRL Alpenrhein-Bodensee zur Vorbereitung einer Broschüre und eines Videos zur Lebensweise der Seeforelle.
Darüber hinaus wurde das Konzept für eine Grundlagenstudie zur Verbreitung der besonders gefährdeten Nase (Chondrostoma nasus) im Bodensee-Einzugsgebiet entwickelt.

Bericht AG Wanderfische 2017