Barsch-Monitoring Fangjahr 2017

Der Barschertrag macht mengenmäßig nur noch 9 % des Gesamtfanges aus. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Rückgang um 6 % zu verzeichnen. Der Großteil der insgesamt angelandeten 26,5 Tonnen wurde in den Monaten August bis September gefangen. Die Altersklassenverteilungen sind ähnlich wie in den vergangenen Jahren: es dominieren regional unterschiedlich in den von den Berufsfischern hauptsächlich eingesetzten 28 mm Netzen Barsche der Altersklassen 3+ und 4+. Vor dem schweizerischen Ufer ist der Anteil der 3+-Fische das ganze Jahr über dominant, während vor dem Vorarlberger Ufer die Altersklasse 4+ mit 74 % wesentlich stärker vertreten ist.
In der Maschenweite 26 mm dominiert zumindest in der ersten Jahreshälfte um den gesamten See der Jahrgang 3+ (Kohorte 2013). Und während das vor dem schweizerischen Ufer so bleibt (Kohorte 2014), verschiebt sich dies auf der Vorarlberger Halde in der zweiten Jahreshälfte zugunsten der 4+ Fische (weiterhin Kohorte 2013). In den 22 mm Netzen stammen die Barsche aus den Kohorten 2014 und 2015 und sind 2 bzw. 3 Jahre alt.
Der Mageninhalt der Barsche besteht überwiegend aus Fischen (77 – 100 %). Dabei werden regelmäßig auch Stichlinge in den Mägen festgestellt. Dies soll in den nächsten Jahren systematisch erfasst und ausgewertet werden.
Die Befallsrate der Barsche mit dem Hechtbandwurm ist am Schweizer Ufer mit 66 % bei Romanshorn und 39 % bei Kreuzlingen kaum verändert; am vorarlbergischen Ufer ist sie wieder angestiegen (46 % im Vergleich zu 35 % im Vorjahr). Die seit 2013 erfasste Prävalenz des Kiemenwurms zeigt vor Romanshorn wieder eine ansteigende Tendenz (8 %). In Vorarlberg ist die Befallsrate gleich niedrig geblieben wie im Vorjahr (6 %), vor Kreuzlingen gab es keine weiteren Nachweise.

Barschbericht Fangjahr 2017