Barsch-Monitoring Fangjahr 2019

Der Barschjahresertrag der Berufsfischerei im Bodensee-Obersee lag im Fangjahr 2019 bei 77,3 t und somit 9,5 % höher als im Vorjahr. Das Ergebnis liegt somit über dem Median (60 t) der letzten Dekade und macht rund 38 % des Gesamtfischfangs im See aus. Die monatlichen Fangerträge lagen von Januar bis August und im Dezember über dem Durchschnitt der letzten Dekade. Die Monate September bis November waren hingegen unterdurchschnittlich. Mit den aktuellen Vorschriften zur Barschbefischung werden in der Regel in der ersten Jahreshälfte drei Altersklassen befischt. Regional unterschiedlich betrifft dies im 28 mm-Netz hauptsächlich Barsche der Kohorten K14 (0-35 %) und K15 (46-87 %) sowie K16 (0-52 %). In der zweiten Jahreshälfte erhöht sich der Anteil der Kohorte K16 auf 2 bis 62 %. Im 32 mm-Netz besteht der Hauptfang in der ersten Jahreshälfte vorwiegend aus den Kohorten K13 (2-49%), K14 (13-44 %) und K15 (2-67 %); in der zweiten Jahreshälfte nahm der Anteil der Kohorte K15 (1-51 %) ab. Der Fischanteil der Mageninhalte liegt im Bereich der Vorjahre (79 % für kleiner Barsche in 28 mm-Netzen und 99 % für grössere Barsche in 32 mm Netzen) Die Hechtbandwurm-Prävalenz ist vor Romanshorn leicht angestiegen. Vor Kreuzlingen, am vorarlbergischen Ufer, als auch im Untersee sind die Befallzahlen weiter rückläufig. Der Kiemenwurm Ancyrocephalus paradoxus ist vor Romanshorn und Kreuzlingen ganz verschwunden. Die Prävalenz hat sich bei den Barschen in Vorarlberg auf 8 % verdoppelt.

Barschbericht Fangjahr 2019