Home

Organisation

Seit am Bodensee gefischt wird, bestehen wohl auch Gesetze und Übereinkommen, die die Bewirtschaftung dieses großen Voralpensees regeln und den Fischereiertrag sichern sollen.

Die heute gültigen Regelungen für die Bodenseefischerei gehen auf die Bregenzer Übereinkunft vom 5. Juli 1893 zurück, die zu den ältesten internationalen und heute noch gültigen Fischereiverträgen zählt (IBKF).

Die Bregenzer Übereinkunft zur gemeinsamen fischereilichen Bewirtschaftung des Bodensees wurde vom Schweizerischen Bundesrat und den Regierungen von Baden, Bayern, Liechtenstein, Österreich-Ungarn und Württemberg unterzeichnet. Das Fürstentum Liechtenstein als Nicht-Uferstaat ist an der Konferenz beteiligt, weil seine Fließgewässer wichtige Laich- und Aufwuchsgebiete für die Seeforelle sind. Der Vertrag kam zustande, obwohl in den einzelnen Ländern unterschiedliche Rechtsauffassungen über den völkerrechtlichen Status des Sees bestehen. Realteilung und Kondominiumsfragen wurden und werden zu Gunsten des übergeordneten Ziels jedoch zurückgestellt.

Im Artikel 1 der Bregenzer Übereinkunft ist der Geltungsbereich definiert. Danach gilt als Bodensee der Bodensee-Obersee einschließlich des Überlinger Sees bis zur alten Konstanzer Rheinbrücke. Die Halde ist der an das Ufer anschließende Flachwasserbereich bis 25 m Wassertiefe. Als Hoher See wird der außerhalb der Halde gelegene Teil des Bodensees bezeichnet.